Testi, materiali e opere teatrali di Christian Kühne
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Tre vicende compongono il romanzo: l’autofinzione di un presunto terrorista ingaggiato da una casa editrice per raccontare in media res il suo viaggio al carnevale di Venezia, dove ha in mente di fare un „macello“ – il diario di un uomo costretto a vivere con la sorella malata dopo il suicidio del loro padre, che si ritrova a indagare su una serie di attentati nella sua città, finendo per invischiarsi nella vicenda e risvegliare il dubbio di esservi implicato più di quanto voglia ammettere – il dialogo tra due bambini che scappano di casa una sera per andare in spiaggia, smarrendo la strada del ritorno e intrufolandosi in una zona militare disabitata.
Le tre vicende sono unite da una tempesta che spazza via ogni certezza, una tempesta di quelle „che esistono soltanto nei romanzi“ e che seguendo le orme dell’omonima opera di Shakespeare ma anche del racconto di F. v. Kleist Il terremoto in Cile azzera ogni condizione sociale, rinversa i ruoli del „gioco delle parti“ e getta i personaggi in un limbo di anarchia pura.
Die Geschichte einer planlosen Autorin, die sich auf der Suche nach neuen Abenteuern durch Berlin schlägt, in Anbetracht des gegenwärtigen Weltgeschehens aber immer deprimierter wird. Bis sie auf einen Italiener stößt, der behauptet, einer größeren Verschwörung auf der Spur zu sein, die von der neuen Rechten in Italien bis zu den Machenschaften dieser Welt reicht. Die Autorin beschließt, ihm auf seiner Reise nach Triest zu folgen und beginnt ein Tagebuch zu schreiben.
Zentrales Bild der Erzählung sind die Foibe, unzugängliche Karsthöhlen entlang der Küste bei Triest, in Slowenien und Kroatien, in die man während der ’43-’45 Jahre Mitglieder faschistischer Organisationen zu werfen pflegte, und die bis heute für die Frage stehen, ob es eine Rechtfertigung für Gewalt geben kann.
“Die Tage verstrichen, das Geschäft lief reibungslos weiter – bis zu diesem einen Nachmittag, an dem das sensible Kind unter unser aller Augen in Vaters Metzgerei auf die blutüberlaufene Theke stieg und lauthals zur Neu-Errichtung der Österreich-Ungarischen Donaumonarchie aufrief.”
Eine kurze Erzählung über den Umgang mit Geschichte, schlechtem Gewissen und was in unserer Zeit so passiert.
Erster Teil: 3. Mai 2021. Mutter und Tochter bewohnen ein altes Haus bei Mistelbach in Niederösterreich. Drumherum die Weinreben, aus denen die Familie einst Wein gewann. Die Tochter will Haus und Grundstück verkaufen, um in die Großstadt zu ziehen. Aber die Mutter will diesen Ort der Erinnerung nicht verlieren.
Zweiter Teil: 3. Mai 12021. Der Planet Erde ist verwüstet. Ein einziges Hochhaus voller Prozessoren steht noch: das künstliche Gehirn. In einem der Schalträume erwacht AK47. Sie ist der letzte Mensch auf Erden. AK47s Aufgabe ist zu träumen, damit die künstliche Intelligenz aus ihrem Unbewusstsein lernen kann. Doch dieser Traum war anders als seine Vorgänger: Mutter, Liebe, Konflikt. AK47 beginnt, ihr Schicksal und den damit verbundenen Fortschritt zu hinterfragen.
La prima pubblicazione del teater der sprachfehler. Contiene i testi teatrali ROST, Brücken ins Schwarze e DER CHRISTUSKOMPLEX.
Introduzione di Christian Kühne, postfazione di Andreas Jähnert.
“Natur ist sowieso Out. Das weißt du noch nicht, das kannst du nicht wissen, du bist ja nicht vom Fach. Linfatika, die künstliche Befruchtung unserer Mutter Erde, das Sprungbrett unsrer Zukunftsvisionen, das Einmaleins der hiesigen Landwirtschaftsliteratur, LINFATIKA.”
“Ich habe Dich, Euch, habe mich verlassen und wiedergefunden. Ich habe gelernt, wie man zu lieben hat und allmählich habe ich es wieder vergessen. Was wird zurückbleiben, was bleibt von dieser Krankheit, die ich allmählich wieder zu fürchten beginne?”
“L’amore, ripensandoci, mi ricorda i giochi con le farfalle da bambina. Se acchiappi una farfalla, da bambina non la ferisci mai, e quando la lasci libera vola via subito. Se, però, cerchi di catturare una farfalla da adulta, spesso le spezzi le ali al primo tentativo. Così non riesce più a volare e muore. Ancora non capisco cos’è che facevo diversamente, allora. Forse da bambina semplicemente non ci pensi. O non ti rendi conto di cosa vuol dire spezzare le ali a qualcuno.”
Collaborazione del theater der sprachfehler con il circo cambogiano Phare Ponleu Selpak.
“Sicher gibt’s Momente, da wird’s mir da drinnen ganz eng und da weht so ein starker Wind, da denk ich mir dann, ob du das auch so stark empfindest, ob das überhaupt von einem anderen Menschen so stark nachempfunden werden kann, weil ich es ja selbst schon so wahnsinnig stark vorempfunden habe, dass es gar nicht anders geht. Dann denk ich mir kurz, ich bin ganz allein auf dieser Welt…”
“ERSTER: Schau uns an. Nur aus Angst vor der allerletzten Blamage stehen wir hier an seinem Kreuz und streiten uns um eine Erklärung, die es nicht gibt.”
“Erst seit dem Anfang weiss ich:
Es gibt ein Ende.
Vor dem Anfang sah ich kein Ende.
Ich sah nur den Anfang.
Was werde ich nach dem Ende sehen?”
“Am vierten Mai 1999 wurde eine Frau französischer Herkunft in das Franziskanerspital an der Hauptstraße eingeliefert. Ihre Schreie waren bis am nahen Marktplatz zu hören…”